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Schon seit längerem ist bekannt, daß bei bestimmten Sportarten sehr hohe Anforderungen an die Sehleistung gestellt werden. Die Ruhruniversität Bochum belegt nun mit einer Untersuchung, daß vor allem bei
Bundesligatennisspielern hohe Sehleistungswerte erreicht werden. Profitennisspieler können z.B. an der Tennisballnaht die Drehung und somit die Flugkurve des Balles erkennen. Je besser diese erkannt und
vorausberechnet wird, um so schneller und genauer kann eine Reaktion erfolgen. Sehr wichtig ist auch das räumliche Sehen, weil damit Entfernungen abgeschätzt werden. Ein gutes räumliches Sehen ist nur möglich, wenn
beide Augen eine ähnlich hohe Sehleistung aufweisen. Ist ein Auge wesentlich schwächer als das andere, ist kein “Stereosehen” möglich. Wie sich gezeigt hat, sind bei manchen Sportarten wie z. B. Fußball auch mit
eingeschränktem Stereosehen Spitzenleistungen zu erreichen. Es gibt jedoch keinen Spitzentennisspieler, auf den dies zutrifft, weil das beidäugige Sehen im Tennismatch entscheidend ist. Messungen in verschiedenen
Tennishallen belegen den Einfluß der Beleuchtung auf Sehleistung und sportliche Leistung. Bei Schlagtests hatten die Tennisspieler eine durchweg höhere Trefferquote, nachdem die Beleuchtung verbessert wurde. In
weiteren Untersuchungen soll nun bewiesen werden, daß nach einem “Visuellen Aufwärmprogramm" im Wettkampf bessere Leistungen erzielt werden.
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